Artist Statement

Künstlerisches Statement

Mich interessiert der Mensch nicht in dem, was er zeigt, sondern in dem, was ihn formt.

Meine Arbeiten beschäftigen sich mit den unsichtbaren psychologischen Strukturen, die unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen. Kontrolle, Verletzlichkeit, Identität oder Abhängigkeit verstehe ich dabei nicht als Themen einzelner Bilder, sondern als Ausdruck grundlegender menschlicher Erfahrungen.

Ich begreife Malerei als einen Prozess der Erkenntnis. Jedes Werk entsteht aus der Auseinandersetzung mit einer inneren Fragestellung, nicht aus dem Wunsch, eine Geschichte zu erzählen oder eine eindeutige Botschaft zu vermitteln. Mich interessiert der Moment, in dem sich ein psychischer Zustand in eine körperlich erfahrbare Bildform übersetzen lässt.

Der Mensch erscheint in meinen Arbeiten nicht als Porträt einer bestimmten Person. Die Figur wird zum Träger eines inneren Zustands. Körperhaltung, Gestik, Licht, Materialität und Reduktion bilden eine Bildsprache, die Raum für eigene Erfahrungen und Interpretationen eröffnet.

Ich arbeite überwiegend in großformatiger Ölmalerei. Reduzierte Farbpaletten, vielschichtige Oberflächen und eine bewusste Konzentration auf das Wesentliche lenken den Blick auf Präsenz, Spannung und Atmosphäre. Die Bilder erschließen sich nicht auf den ersten Blick. Sie verlangen Zeit, weil auch die Prozesse, von denen sie handeln, Zeit brauchen, um sichtbar zu werden.

Ich verstehe Kunst nicht als Mittel, Antworten zu geben. Sie eröffnet einen Raum, in dem sich Wahrnehmung verändert. Dort, wo wir beginnen, das scheinbar Selbstverständliche zu hinterfragen, kann ein Bild mehr werden als eine Darstellung – es wird zu einer Begegnung mit uns selbst.